Leerer Bauch studiert nicht gern

In jährlichem Abstand werden im Hause Schubert 14 Kinder geboren. Franz Peter Seraph kommt am 31. Jänner 1797 zur Welt, das elfte Kind, der siebte Sohn.
Wien ist damals im deutschsprachigen Raum die größte Stadt mit etwa einer Viertelmillion Einwohnern. Der Vater ist Lehrer und gilt neben dem Pfarrer und Bürgermeister als Respektsperson. In seinem Weltbild ist der Lehrerberuf ein respektabler Beruf, in dem man es ohne teures Studium in seinem Stand zu etwas bringen kann. Auf dieses Berufsziel bereitet er seine vier überlebenden Söhne gezielt vor und dazu gehört natürlich auch die musikalische Ausbildung.
Der älteste Sohn, Ignaz, unterrichtet natürlich schon bald die jüngeren, doch bereits nach einigen Monaten ist dem Vierjährigen, dem „kleinen Franzl“, nichts mehr beizubringen. Im Gegenteil, Ignaz „war sehr erstaunt, als er nach einigen Monathen mir ankündigte, dass er nun meines ferneren Unterrichts nicht mehr bedürfe.“
Dem Vater hat genug Erfahrung, um zu merken, dass er es hier mit einer Ausnahmebegabung zu tun hat. „In seinem fünften Jahre bereitete ich ihn zum Elementarunterricht vor, in seinem achten Jahr brachte ich ihm Violinspiel bei.“ Bald beherrscht Franz Peter neben der Violine auch die Viola und das Klavier, da bietet sich noch etwas Besonderes an. In der „Wiener Zeitung“ steht ein Inserat: „Zum Ende des gegenwärtigen Schuljahres wird in dem k.k.Convict eine Stelle für einen Sopranisten erledigt.“
Auch der junge Haydn war schon Eleve dieses traditionsreichen Konvikts gewesen. Die Zöglinge erhalten ein Stipendium für freien Unterricht und arbeiten ihr Schulgeld als Sängerknaben in der Hofkapelle ab. Franz besteht.
Und bald schon erhält der große Bruder einen typischen Brief:„Gleich heraus damit, was mir am Herzen liegt, Schon lange habe ich über meine Lage nachgedacht und gefunden, daß sie im Ganzen genommen zwar gut sei, aber doch noch hier und da verbessert werden könnte. Du weißt doch aus Erfahrung, dass man hie und da ein paar Aepfel esse möchte… Ich stütze mich auf die Worte des Apostels: wer zwei Röcke hat, der gebe den Armen etc. Indessen wünsche ich, Dich Deines Dich liebenden, armen, hoffenden und nochmal armen Bruder Franz zu erinnern.“

In jährlichem Abstand werden im Hause Schubert insgesamt 14 Kinder geboren. Franz Peter Seraph kommt am 31. Jänner 1797 zur Welt, das elfte Kind, der siebte Sohn.

Wien ist damals im deutschsprachigen Raum die größte Stadt mit etwa einer Viertelmillion Einwohnern. Der Vater ist Lehrer und gilt neben dem Pfarrer und Bürgermeister als Respektsperson. In seinem Weltbild ist der Lehrerberuf ein respektabler Beruf, in dem man es ohne teures Studium in seinem Stand zu etwas bringen kann. Auf dieses Berufsziel bereitet er seine vier überlebenden Söhne gezielt vor und dazu gehört natürlich auch die musikalische Ausbildung.

Der älteste Sohn, Ignaz, unterrichtet schon bald die jüngeren, doch bereits nach einigen Monaten ist dem Vierjährigen, dem „kleinen Franzl“, nichts mehr beizubringen. Im Gegenteil, Ignaz „war sehr erstaunt, als er nach einigen Monathen mir ankündigte, dass er nun meines ferneren Unterrichts nicht mehr bedürfe.“

Der Vater hat genug Erfahrung, um zu merken, dass er es hier mit einer Ausnahmebegabung zu tun hat. „In seinem fünften Jahre bereitete ich ihn zum Elementarunterricht vor, in seinem achten Jahr brachte ich ihm Violinspiel bei.“ Bald beherrscht Franz Peter neben der Violine auch die Viola und das Klavier, da bietet sich noch etwas Besonderes an. In der „Wiener Zeitung“ steht ein Inserat: „Zum Ende des gegenwärtigen Schuljahres wird in dem k.k.Convict eine Stelle für einen Sopranisten erledigt.“

Auch der junge Haydn war schon Eleve dieses traditionsreichen Konvikts gewesen. Die Zöglinge erhalten ein Stipendium für freien Unterricht und arbeiten ihr Schulgeld als Sängerknaben in der Hofkapelle ab. Franz besteht und erhält eine Uniform.

Und bald schon erhält der große Bruder einen typischen Brief: „Gleich heraus damit, was mir am Herzen liegt. Schon lange habe ich über meine Lage nachgedacht und gefunden, daß sie im Ganzen genommen zwar gut sei, aber doch noch hier und da verbessert werden könnte. Du weißt doch aus Erfahrung, dass man hie und da ein paar Aepfel esse möchte… Ich stütze mich auf die Worte des Apostels: wer zwei Röcke hat, der gebe den Armen etc. Indessen wünsche ich, Dich Deines Dich liebenden, armen, hoffenden und nochmal armen Bruder Franz zu erinnern.“

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