Der letzte Mohikaner

 

Wenn sich einer über den Gedankenstrich bei Grillparzer und im Vergleich zu dessen Verwendung bei Schiller Gedanken macht, dann ist es entweder ein Spinner oder einer, der wirklich über die kleinsten Ausdrucksmöglichkeiten nachdenkt. 
So einer ist Joachim Kaiser, seines Zeichens „Kritikerpapst“ in Sachen Musik. Ob Gedankenstrich oder Achtelpause, nichts ist ihm unwichtig genug, nicht genau unter die Lupe genommen zu werden. 
 
Er schrieb auf höchstem Niveau über alle Musiker, die im letzten Jahrhundert Rang und Namen hatten. Und dabei war es ihm immer wichtig, wie er selbst sagt, etwa 25% unter dem Rahmen des zu Kritisierenden zu bleiben. Ganz im Gegensatz zu seinem schreibenden Kollegen Reich-Ranicki, der immer an den Rand des Möglichen ging. 
So wurden seine Aufsätze auch von denen ernst genommen, die sich um die Meinung eines Feuilletonisten sonst nicht kümmerten. Selbst Rubinstein sagte, dass er Lob sofort vergessen, Kritik von Kaiser aber immer im Sinn behalten habe. 
Mit seiner Tochter Henriette hat sich Kaiser zusammen gesetzt und ein Buch geschrieben, in dem er über seine Begeisterung für Musik, Literatur und Theater genauso spricht, wie über Begegnungen mit Menschen, die sein Leben geprägt haben: Von Adorno und Habermas, Frisch und Walser, Bernstein und Rubinstein.
Ein Leben, das die intellektuelle Aufbruchsstimmung nach dem 3. Reich genauso dokumentiert wie die persönliche Integrität dieses mannes, der sich selber als den  „letzen Mohikaner“ bezeichnet.
Joachim Kaiser „Ich bin der letzte Mohikaner“, ein Buch, das vergnüglich und bereichernd gleichermaßen zu lesen ist, von einem Großen, wenn nicht dem Größten seiner Zunft.
ISBN 978-3-550-08697-7

Wenn sich einer über die Verwendung des Gedankenstrichs bei Grillparzer im Vergleich zu dessen Verwendung bei Schiller Gedanken macht, dann ist es entweder ein Spinner oder einer, der wirklich über die kleinsten Ausdrucksmöglichkeiten nachdenkt. 

So einer ist Joachim Kaiser, seines Zeichens „Kritikerpapst“ in Sachen Musik. Ob Gedankenstrich oder Achtelpause, nichts ist ihm zu unwichtig, um nicht genau unter die Lupe genommen zu werden. 

Er schrieb auf höchstem Niveau über alle Musiker, die im letzten Jahrhundert Rang und Namen hatten. Und dabei war es ihm immer wichtig, wie er selbst sagt, „etwa 25% unter dem Rahmen des zu Kritisierenden zu bleiben“. Ganz im Gegensatz zu seinem schreibenden Kollegen Reich-Ranicki, der immer an den Rand des Möglichen ging. 

So wurden seine Aufsätze auch von denen ernst genommen, die sich um die Meinung eines Feuilletonisten sonst nicht kümmerten. Selbst Rubinstein sagte, dass er Lob sofort vergessen, Kritik von Kaiser aber immer im Sinn behalten habe. 

Mit seiner Tochter Henriette hat sich Kaiser zusammen gesetzt und ein Buch geschrieben, in dem er über seine Begeisterung für Musik, Literatur und Theater genauso spricht, wie über Begegnungen mit Menschen, die sein Leben geprägt haben: Adorno und Habermas, Frisch und Walser, Bernstein und Rubinstein.

Ein Leben, das die intellektuelle Aufbruchsstimmung nach dem Krieg genauso dokumentiert wie die persönliche Integrität eines Mannes, der sich selber als den „letzen Mohikaner“ bezeichnet.

Joachim Kaiser „Ich bin der letzte Mohikaner“, ein Buch, das vergnüglich und bereichernd gleichermaßen zu lesen ist, von einem Großen, wenn nicht dem Größten seiner Zunft.

Kaiser

ISBN 978-3-550-08697-7

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