Bella Italia

Vieles ist aus dem Land der Zitronen zu uns gekommen: die Pizza, die Mafia, die Lollobrigida, die Vespa und auch die Oper. 

Die letzten Artikel erzählten von Musik aus England, der eine von Thomas Tallis um 1500, der andere von Henry Purcel, knappe 200 Jahre später. 

In der Zwischenzeit war viel geschehen, vor allem in Italien:

Die Musik war, wie wir wissen, vom Text ausgegangen; in Melodie gesetztes Wort also. Besonders wichtige Worte, wie z.B. Sanctus oder Gloria, amore oder bella wurden schon bald verziert: Der Text hielt sozusagen an der exponierten Stelle an, auf eine Silbe wurde ein besonders schöner Schnörkel gesetzt und dann ging es weiter. Diese melodischen Schnörkel waren allerdings ziemlich stereotyp. So, als würden Sie eine Art von Dekoration an Weihnachten wie Ostern verwenden. Hauptsache schön bunt. 

Um 1600 änderte sich das:

Wir hatten das schon einmal, dass die Jungen ihre Kunst als Ars nova bezeichneten. Das war um 1350 gewesen. Jetzt war es wieder soweit. Die Jungen in Italien nannten ihren neuen Stil zu musizieren: Le nuove musiche

Auf einer instrumentalen Begleitung bewegte sich die Melodie nun am Text entlang. Jede Verzierung sollte dem Wortsinn entsprechend gestaltet werden, die Musik der Sprache folgen.

Und wie das klang, können Sie hier hören: bild-2_06Augellin von Stefano Landi, der um 1600 lebte. Musik zum Mitsingen, bella italia…

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