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	<title>Der fortepiano Klassik-Blog</title>
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	<description>Die Pianistin Susanne Duch schreibt zu Fragen der Musik</description>
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		<title>Der fortepiano Klassik-Blog</title>
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		<title>Franz, zum letzten Mal gekräht</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 18:38:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fortepiano</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Der junge Schubert, der ohnehin in seiner eigenen Welt gelebt hatte, wird nach dem Tod der Mutter erst recht als nachdenklich und introvertiert geschildert „er lebte mehr ein inneres Leben, welches er nach außen selten in Worten, ich möchte fast sagen, fast nur in Noten sich kund tat“ schreibt sein Mitschüler Franz Eckel.
Das Ende seiner [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fortepiano.wordpress.com&blog=2430852&post=1136&subd=fortepiano&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="_mcePaste">Der junge Schubert, der ohnehin in seiner eigenen Welt gelebt hatte, wird nach dem Tod der Mutter erst recht als nachdenklich und introvertiert geschildert „<em>er lebte mehr ein inneres Leben, welches er nach außen selten in Worten, ich möchte fast sagen, fast nur in Noten sich kund tat“</em> schreibt sein Mitschüler Franz Eckel.</div>
<div id="_mcePaste">Das Ende seiner Konviktszeit ist abzusehen, der Stimmbruch setzt ein: <em>„Schubert, Franz, zum letzten Mal gekräht, den 26. Juny 1812.“</em></div>
<div id="_mcePaste">Der Junge, der sich zum Komponisten berufen fühlt, soll Schulgehilfe des Vaters werden. Um den Vater umzustimmen, schreibt Franz mit 15 Jahren seine<a href="http://www.hwklein.de/fortepianomusik/Schubert.mp3" target="_blank"> </a><a href="http://www.hwklein.de/fortepianomusik/Schubert.mp3" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-278" title="bild-2_06" src="http://fortepiano.files.wordpress.com/2008/11/bild-2_06.jpg?w=17&#038;h=12" alt="bild-2_06" width="17" height="12" />erste Sinfonie.</a> Doch die neuen Töne, die bereits deutlich hörbar die Individualität des Sohnes zeigen, verschrecken den obrigkeitshörigen Vater mehr, als sie ihn beeindrucken.</div>
<div id="_mcePaste">Umso mehr dringt dieser also darauf, dass die geplante Laufbahn seines Sohnes als Lehrer in gesicherte Bahnen gelenkt wird.</div>
<div id="_mcePaste">Franz besucht die Vorbereitungsseminare an der Lehrerbildungsanstalt. Die Zeugnisse fallen bescheiden aus. Der Vater reagiert mit erneuten Zornesausbrüchen. Franz greift zu einer List: er komponiert eine Messe. Vielleicht ist der Vater mit einem religiösen Werk zu besänftigen. Vielleicht wird dem Lehrer die Aussicht, einen Kirchenkomponisten erzogen zu haben, besser gefallen.</div>
<div id="_mcePaste">Der Plan geht auf: Die Messe wird ,beifällig‘ aufgenommen und für eine Zeitlang ist der Vater/Sohn Konflikt stillgelegt. Franz darf weiterhin bei Salieri studieren, muss sich aber sein Brot als Schulgehilfe verdienen. 80 Gulden verdient Franz im Jahr, das entspricht nach heutigem Maßstab pro Monat 300€ (der aktuelle <a href="http://www.bafoeg-aktuell.de/cms/soziales/hartz-iv/regelbedarf.html" target="_blank">Hartz IV- Satz</a> liegt bei 351€ )</div>
<p>Er ist in Therese, die Tochter eines Seidenfabrikanten verliebt: „Sie sang in meiner Messe die Sopransoli wunderschön. Drei Jahre hoffte ich, dass ich sie ehelichen werde. Ich konnte jedoch keine Anstellung finden, wodurch wir beide versorgt gewesen wären. Sie heiratete dann nach dem Wunsche der Eltern einen anderen. Ich liebe sie noch immer…“ Wer heiraten will, muß volljährig sein, bedarf der Erlaubnis des Staates und der Einwilligung der Eltern. Und die bekommt Franz natürlich nicht.</p>
<p>So verliert er nach dem Tod der Mutter wiederum eine geliebte Frau und findet sich im Streit mit dem Vater. Der hat inzwischen, ohne das Trauerjahr abzuwarten, eine um zwanzig Jahre Jüngere geheiratet: Es sind einfach noch zu viele Kinder da, die versorgt werden müssen.</p>
<p>„Was soll ich länger weilen/ bis man mich trieb hinaus?“ die Weichen für die <em>Winterreise</em> sind gelegt.</p>
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		<title>Sturm und Pein</title>
		<link>http://fortepiano.wordpress.com/2009/10/25/sturm-und-pein/</link>
		<comments>http://fortepiano.wordpress.com/2009/10/25/sturm-und-pein/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 19:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fortepiano</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Neueste ist, daß ein rasendes Selbstumbringen hier herrscht, nicht anders, als ob die Leute ganz gewiß wüßten, daß sie jenseits schnurstraks in den Himmel hineinspringen konnten“ Ignaz an Franz Schubert, 1824
Heimlich übt Schubert im Konvikt eine Mozart-Sonate und wird dabei von seinem Freund Joseph (von Spaun) überrascht. „Er war dabei sehr scheu und schamrot, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fortepiano.wordpress.com&blog=2430852&post=1113&subd=fortepiano&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Das Neueste ist, daß ein rasendes Selbstumbringen hier herrscht, nicht anders, als ob die Leute ganz gewiß wüßten, daß sie jenseits schnurstraks in den Himmel hineinspringen konnten“ Ignaz an Franz Schubert, 1824</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Heimlich übt Schubert im Konvikt eine Mozart-Sonate und wird dabei von seinem Freund Joseph (von Spaun) überrascht. „Er war dabei sehr scheu und schamrot, aber mein Beifall erfreute ihn. Er vertraute mir an, daß er seine Gedanken öfter heimlich in Noten bringe; aber der Vater dürfe es nicht wissen, da er durchaus nicht wolle, daß er sich der Musik widme. Ich steckte ihm dann zuweilen Notenpapier zu.“</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Franz hat Unterricht bei Wenzel Ruzicka, der Hoforganist am Burgtheater ist. Doch bald schon kann sein Lehrer ihm nichts mehr beibringen und macht seinen berühmten Kollegen, den Hofkapellmeister Antonio Salieri auf den Jungen aufmerksam. Salieri erkannt sofort die Begabung des Konvikten und verspricht ihm kostenlos Privatstunden zu geben. Salieri, der große Lehrer Wiens unterrichtet auch Beethoven, Hummel und Liszt.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Dieser musikalische  Übereifer ist dem Vater gar nicht recht. Eine musikalische Ausbildung soll dazu dienen, ein guter Lehrer zu werden, aber nicht etwa Musiker!</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Ein Streit ist abzusehen: da Franz in seinen sonstigen schulischen Leistungen nachläßt bekommt er als Strafe neben dem Kompositionsverbot auch Hausverbot. Dazu erzogen, die Eltern zu verehren, die Mutter zu lieben und dem Vater unbedingten Gehorsam zu leisten, gerät Franz in größten Konflikt. Spaun spricht von einen ,Sturm&#8217;, der in dem Jungen ausbricht.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Er will Seinem Freund Franz helfen und sammelt eine ansehnliche Menge günstiger Urteile über Schuberts Kompositionen. Doch der Vater ist unerbittlich:</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Nicht einmal zum Tod der Mutter darf Franz nach Hause. Der Schmerz des 15-jährigen muß grenzenlos gewesen sein.</div>
<p>Heimlich übt Schubert im Konvikt eine Mozart-Sonate und wird dabei von seinem Freund<strong> Joseph (von Spaun)</strong> überrascht. <em>„Er war dabei sehr scheu und schamrot, aber mein Beifall erfreute ihn. Er vertraute mir an, daß er seine Gedanken öfter heimlich in Noten bringe; aber der Vater dürfe es nicht wissen, da er durchaus nicht wolle, daß er sich der Musik widme. Ich steckte ihm dann zuweilen Notenpapier zu.“</em></p>
<p>Franz soll bei bei <strong>Wenzel Ruzicka</strong>, der Hoforganist am Burgtheater ist, Generalbaß lernen. Schon nach der zweiten Stunde kann sein Lehrer ihm nichts mehr beibringen und macht seinen berühmten Kollegen, den Hofkapellmeister <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Salieri" target="_blank">Antonio Salieri</a></strong> auf den Jungen aufmerksam. Salieri erkennt sofort die Begabung des Konvikten und verspricht, ihm kostenlose Privatstunden zu geben. Salieri, der große Lehrer Wiens, zu dessen Schülern auch Beethoven, Hummel und Liszt gehören!</p>
<p>Dieser musikalische  Übereifer ist dem Vater gar nicht recht. Eine musikalische Ausbildung soll dazu dienen, ein guter Lehrer zu werden, aber nicht etwa Musiker!</p>
<p>Ein Streit ist abzusehen: Da Franz in seinen sonstigen schulischen Leistungen nachgelassen hat, bekommt er als Strafe neben dem Kompositionsverbot auch Hausverbot. Dazu erzogen, die Eltern zu verehren, die Mutter zu lieben und dem Vater unbedingten Gehorsam zu leisten, gerät Franz in größten Konflikt. Erziehungsprinzipien, die in dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_weiße_Band" target="_blank">aktuellen</a> Film <a href="http://www.youtube.com/watch?v=2aaapMYGBJs" target="_blank">,Das weiße Band&#8217;</a> mit bedrückender Intensität gezeigt werden.</p>
<p>Spaun spricht von einen ,Sturm‘, der in dem Jungen ausbricht.</p>
<p>Er will seinem Freund Franz helfen und sammelt eine ansehnliche Menge günstiger Urteile über Schuberts Kompositionen. Doch der Vater ist unerbittlich:</p>
<p>Nicht einmal zum Tod der Mutter darf Franz nach Hause. Der Schmerz des 15-jährigen muß grenzenlos gewesen sein. Er vertont von Friedrich Schiller:</p>
<p>Mit erstorbnem Scheinen<br />
Steht der Mond auf totenstillen Hainen,<br />
Seufzend streicht der Nachtgeist durch die Luft.<br />
Nebelwolken schauern,<br />
Sterne trauern<br />
Bleich herab wie Lampen in der Gruft.<br />
Dumpfig schollerts überm Sarg zum Hügel,<br />
O um Erdballs Schätze nur noch einen Blick!<br />
Starr und ewig schließt des Grabes Riegel,<br />
Dumpfer &#8211; dumpfer schollerts überm Sarg zum Hügel,<br />
Nimmer gibt das Grab zurück.</p>
<p style="text-align:left;">
<p style="text-align:center;">
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	</item>
		<item>
		<title>Leerer Bauch studiert nicht gern</title>
		<link>http://fortepiano.wordpress.com/2009/10/18/leerer-bauch-studiert-nicht-gern/</link>
		<comments>http://fortepiano.wordpress.com/2009/10/18/leerer-bauch-studiert-nicht-gern/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 16:37:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fortepiano</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[In jährlichem Abstand werden im Hause Schubert 14 Kinder geboren. Franz Peter Seraph kommt am 31. Jänner 1797 zur Welt, das elfte Kind, der siebte Sohn.
Wien ist damals im deutschsprachigen Raum die größte Stadt mit etwa einer Viertelmillion Einwohnern. Der Vater ist Lehrer und gilt neben dem Pfarrer und Bürgermeister als Respektsperson. In seinem Weltbild [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fortepiano.wordpress.com&blog=2430852&post=1098&subd=fortepiano&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">In jährlichem Abstand werden im Hause Schubert 14 Kinder geboren. Franz Peter Seraph kommt am 31. Jänner 1797 zur Welt, das elfte Kind, der siebte Sohn.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Wien ist damals im deutschsprachigen Raum die größte Stadt mit etwa einer Viertelmillion Einwohnern. Der Vater ist Lehrer und gilt neben dem Pfarrer und Bürgermeister als Respektsperson. In seinem Weltbild ist der Lehrerberuf ein respektabler Beruf, in dem man es ohne teures Studium in seinem Stand zu etwas bringen kann. Auf dieses Berufsziel bereitet er seine vier überlebenden Söhne gezielt vor und dazu gehört natürlich auch die musikalische Ausbildung.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Der älteste Sohn, Ignaz, unterrichtet natürlich schon bald die jüngeren, doch bereits nach einigen Monaten ist dem Vierjährigen, dem „kleinen Franzl“, nichts mehr beizubringen. Im Gegenteil, Ignaz „war sehr erstaunt, als er nach einigen Monathen mir ankündigte, dass er nun meines ferneren Unterrichts nicht mehr bedürfe.“</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Dem Vater hat genug Erfahrung, um zu merken, dass er es hier mit einer Ausnahmebegabung zu tun hat. „In seinem fünften Jahre bereitete ich ihn zum Elementarunterricht vor, in seinem achten Jahr brachte ich ihm Violinspiel bei.“ Bald beherrscht Franz Peter neben der Violine auch die Viola und das Klavier, da bietet sich noch etwas Besonderes an. In der „Wiener Zeitung“ steht ein Inserat: „Zum Ende des gegenwärtigen Schuljahres wird in dem k.k.Convict eine Stelle für einen Sopranisten erledigt.“</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Auch der junge Haydn war schon Eleve dieses traditionsreichen Konvikts gewesen. Die Zöglinge erhalten ein Stipendium für freien Unterricht und arbeiten ihr Schulgeld als Sängerknaben in der Hofkapelle ab. Franz besteht.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Und bald schon erhält der große Bruder einen typischen Brief:„Gleich heraus damit, was mir am Herzen liegt, Schon lange habe ich über meine Lage nachgedacht und gefunden, daß sie im Ganzen genommen zwar gut sei, aber doch noch hier und da verbessert werden könnte. Du weißt doch aus Erfahrung, dass man hie und da ein paar Aepfel esse möchte… Ich stütze mich auf die Worte des Apostels: wer zwei Röcke hat, der gebe den Armen etc. Indessen wünsche ich, Dich Deines Dich liebenden, armen, hoffenden und nochmal armen Bruder Franz zu erinnern.“</div>
<p>In jährlichem Abstand werden im Hause <strong>Schubert</strong> insgesamt 14 Kinder geboren. <strong>Franz Peter Seraph</strong> kommt am 31. Jänner <strong>1797</strong> zur Welt, das elfte Kind, der siebte Sohn.</p>
<p>Wien ist damals im deutschsprachigen Raum die größte Stadt mit etwa einer Viertelmillion Einwohnern. Der Vater ist Lehrer und gilt neben dem Pfarrer und Bürgermeister als Respektsperson. In seinem Weltbild ist der Lehrerberuf ein respektabler Beruf, in dem man es ohne teures Studium in seinem Stand zu etwas bringen kann. Auf dieses Berufsziel bereitet er seine vier überlebenden Söhne gezielt vor und dazu gehört natürlich auch die musikalische Ausbildung.</p>
<p>Der älteste Sohn, Ignaz, unterrichtet schon bald die jüngeren, doch bereits nach einigen Monaten ist dem Vierjährigen, dem „kleinen Franzl“, nichts mehr beizubringen. Im Gegenteil, Ignaz <em>„war sehr erstaunt, als er nach einigen Monathen mir ankündigte, dass er nun meines ferneren Unterrichts nicht mehr bedürfe.“</em></p>
<p>Der Vater hat genug Erfahrung, um zu merken, dass er es hier mit einer Ausnahmebegabung zu tun hat. <em>„In seinem fünften Jahre bereitete ich ihn zum Elementarunterricht vor, in seinem achten Jahr brachte ich ihm Violinspiel bei.“</em> Bald beherrscht Franz Peter neben der Violine auch die Viola und das Klavier, da bietet sich noch etwas Besonderes an. In der „Wiener Zeitung“ steht ein Inserat: <em>„Zum Ende des gegenwärtigen Schuljahres wird in dem k.k.Convict eine Stelle für einen Sopranisten erledigt.“</em></p>
<p>Auch der junge <a href="http://fortepiano.wordpress.com/2009/06/14/erkennen-sie-die-melodie/" target="_blank">Haydn</a> war schon Eleve dieses traditionsreichen Konvikts gewesen. Die Zöglinge erhalten ein Stipendium für freien Unterricht und arbeiten ihr Schulgeld als Sängerknaben in der Hofkapelle ab. Franz besteht und erhält eine Uniform.</p>
<p>Und bald schon erhält der große Bruder einen typischen Brief: <em>„Gleich heraus damit, was mir am Herzen liegt. Schon lange habe ich über meine Lage nachgedacht und gefunden, daß sie im Ganzen genommen zwar gut sei, aber doch noch hier und da verbessert werden könnte. Du weißt doch aus Erfahrung, dass man hie und da ein paar Aepfel esse möchte… Ich stütze mich auf die Worte des Apostels: wer zwei Röcke hat, der gebe den Armen etc. Indessen wünsche ich, Dich Deines Dich liebenden, armen, hoffenden und nochmal armen Bruder Franz zu erinnern.“</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-1104" title="schubert_4" src="http://fortepiano.files.wordpress.com/2009/10/schubert_4.jpg?w=373&#038;h=490" alt="schubert_4" width="373" height="490" /></em></p>
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	</item>
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		<title>Biedermeier – von wegen romantisch!</title>
		<link>http://fortepiano.wordpress.com/2009/10/11/biedermeier-%e2%80%93-von-wegen-romantisch/</link>
		<comments>http://fortepiano.wordpress.com/2009/10/11/biedermeier-%e2%80%93-von-wegen-romantisch/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 20:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fortepiano</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fortepiano.wordpress.com/?p=1085</guid>
		<description><![CDATA[Bestimmungen hinsichtlich der Freiheit der Presse vom 20. September 1819
§ 1 dürfen Schriften, die in der Form täglicher Blätter erscheinen, in keinem deutschen Bundesstaate ohne Vorwissen und Genehmhaltung [=Genehmigung] der Landesbehörden zum Druck befördert werden.
Nach außen hin dokumentierte die DDR Pressefreiheit, und verkündete in der ersten Konferenz des SED-Parteivorstandes, 1950, unter dem Motto: Unsere Presse [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fortepiano.wordpress.com&blog=2430852&post=1085&subd=fortepiano&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Bestimmungen hinsichtlich der Freiheit der Presse vom 20. September 1819</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">§ 1 dürfen Schriften, die in der Form täglicher Blätter erscheinen, in keinem deutschen Bundesstaate ohne Vorwissen und Genehmhaltung [=Genehmigung] der Landesbehörden zum Druck befördert werden.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Nach außen hin dokumentierte die DDR Pressefreiheit, und verkündete in der ersten Konferenz des SED-Parteivorstandes, 1950, unter dem Motto: Unsere Presse – die schärfste Waffe der Partei:</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Pressefreiheit sei die „Freiheit der Arbeiterklasse, ihre Presse ungehindert herausgeben zu können&#8220;. Sämtliche Verlage müssten sich dafür in der Hand des Staates befinden. Andere (bürgerliche) Publikationen müssten ihr Erscheinen in der Folge einstellen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">§ 5  …so übernehmen sämmtliche Mitglieder des deutschen Bundes die feierliche Verpflichtung, bei der Aufsicht über die in ihren Ländern erscheinenden Zeitungen, Zeit- und Flugschriften mit wachsamen Ernst zu verfahren, daß dadurch unangenehmen Erörterungen auf jede Weise möglichtst vorgebeugt werde.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Unangenehme Erörterungen wollte auch die DDR vermeiden. Die Freiheit der Presse zu sichern hieß deshalb vor allem, keinerlei Mißbrauch für die Verbreitung bürgerlicher Ideologien zu dulden und [die] Verbreitung der marxistisch-leninistischen Ideologie voll zu entfalten.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">§ 7  Wenn eine Zeitung oder Zeitschrift durch einen Ausspruch der Bundesversammlung unterdrückt worden ist, so darf der Redacteur derselben binnen fünf Jahren in keinem Bundesstate bei der Redaction einer ähnlichen Schrift zugelassen werden.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Erstaunlich, dass sich auch das Strafmaß seither nicht geändert hat. §106 des DDR-Strafgesetzbuches legte fest: „Wer mit dem Ziel, die sozialistische Staats- oder Gesellschaftsordnung der Deutschen Demokratischen Republik zu schädigen oder gegen sie aufzuwiegeln, Schriften, Gegenstände oder Symbole, die die staatlichen, politischen, ökonomischen oder anderen gesellschaftlichen Verhältnisse der Deutschen Demokratischen Republik diskriminieren, einführt, herstellt, verbreitet oder anbringt wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.&#8220;</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">§ 1  Es soll bei jeder Universität ein mit zweckmäßigen Instructionen und ausgedehnten Befugnissen versehener, von der Regierung dazu tüchtig befundenen Mannes angestellt werden.   Das Amt dieses Bevollmächtigten soll sein, über die strengste Vollziehung der bestehenden Gesetze und Disciplinar-Vorschriften zu wachen, den Geist, in welchem die akademischen Lehrer bei ihren öffentlichen und Privat-Vorträgen verfahren, sogfältig zu beobachten, und demselben, auf die künftige Bestimmung der studierenden Jugend berechnete Richtung zu geben.</div>
<p>Romantische Musik ist für&#8217;s Herz und die Zeit damals war doch viel besser als heute, denken viele. Woher sonst hätten Komponisten wie Schubert oder Schumann ihre wunderbaren Einfälle nehmen sollen?</p>
<p>Die Feiern anläßlich der deutschen Einigung bieten Anlaß genug, sich klar zu machen, dass Presse- und Meinungsfreiheit eine Errungenschaft ist, die in unserer Geschichte immer wieder mühsam erkämpft werden mußte. Vor 200 Jahren wie vor 20. Damals wie heute galt: wer nicht weg konnte, zog sich in seine private Welt zurück. Die heile Welt von damals heißt <strong>Biedermeier</strong>. Eine ganz und gar unromantische Zeit, in der Spitzelei und Denunziation an der Tagesordung waren. Zwischen den Zeilen lesen und schreiben, gehörte zum Alltag.</p>
<p><span style="color:#800000;"><strong>Bestimmungen hinsichtlich der Freiheit der Presse vom 20. September 1819:</strong></span></p>
<p><span style="color:#800000;">§ 1 dürfen <a href="http://www.documentarchiv.de/nzjh/bdprsges.html" target="_blank">Schriften</a>, die in der Form täglicher Blätter erscheinen, in keinem deutschen Bundesstaate ohne Vorwissen und Genehmhaltung [=Genehmigung] der Landesbehörden zum Druck befördert werden.</span></p>
<p>Nach außen hin dokumentierte die DDR <a href="http://brd-ddr.suite101.de/article.cfm/die_rolle_der_medien_in_der_ddr#ixzz0Td50MNgu" target="_blank">Pressefreiheit</a> und verkündete 1950 in der ersten Konferenz des SED-Parteivorstandes unter dem Motto „<strong>Unsere Presse – die schärfste Waffe der Partei“, <span style="font-weight:normal;">Pressefreiheit sei die „Freiheit der Arbeiterklasse, ihre Presse ungehindert herausgeben zu können“. Sämtliche Verlage müssten sich dafür in der Hand des Staates befinden. Andere, bürgerliche Publikationen müssten ihr Erscheinen einstellen.</span></strong></p>
<p><span style="color:#800000;">§</span><span style="color:#800000;"> 5  „…so übernehmen sämmtliche Mitglieder des deutschen Bundes die feierliche Verpflichtung, bei der Aufsicht über die in ihren Ländern erscheinenden Zeitungen, Zeit- und Flugschriften mit wachsamen Ernst zu verfahren, daß dadurch unangenehmen Erörterungen auf jede Weise möglichtst vorgebeugt werde.“</span></p>
<p>Unangenehme Erörterungen wollte auch die DDR vermeiden. Die „Freiheit der Presse“ zu sichern hieß deshalb vor allem, „keinerlei Mißbrauch für die Verbreitung bürgerlicher Ideologien zu dulden und [die] Verbreitung der marxistisch-leninistischen Ideologie voll zu entfalten.“</p>
<p><span style="color:#800000;">§ 7  „Wenn eine Zeitung oder Zeitschrift durch einen Ausspruch der Bundesversammlung unterdrückt worden ist, so darf der Redacteur derselben binnen fünf Jahren in keinem Bundesstate bei der Redaction einer ähnlichen Schrift zugelassen werden.“</span></p>
<p>Erstaunlich, dass sich auch das Strafmaß nicht geändert hatte. §106 des <a href="http://backview.eu/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=399:die-pressefreiheit-in-der-ehemaligen-ddr&amp;catid=23:panorama&amp;Itemid=42" target="_blank">DDR-Strafgesetzbuches</a> legte fest: „Wer mit dem Ziel, die sozialistische Staats- oder Gesellschaftsordnung der Deutschen Demokratischen Republik zu schädigen oder gegen sie aufzuwiegeln, Schriften, Gegenstände oder Symbole, die die staatlichen, politischen, ökonomischen oder anderen gesellschaftlichen Verhältnisse der Deutschen Demokratischen Republik diskriminieren, einführt, herstellt, verbreitet oder anbringt wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.“</p>
<p>Damit die Jugend gleich im rechten Geiste erzogen wird, gab es den Aufpasser.</p>
<p><span style="color:#800000;"> § 1  „Es soll bei jeder <a href="http://www.documentarchiv.de/nzjh/bduniges.html" target="_blank">Universität</a> ein mit zweckmäßigen Instructionen und ausgedehnten Befugnissen versehener, von der Regierung dazu tüchtig befundener Mann angestellt werden.  Das Amt dieses Bevollmächtigten soll sein, über die strengste Vollziehung der bestehenden Gesetze und Disciplinar-Vorschriften zu wachen, den Geist, in welchem die akademischen Lehrer verfahren, sogfältig zu beobachten, und demselben, auf die künftige Bestimmung der studierenden Jugend berechnete Richtung zu geben.“</span></p>
<p><span style="color:#800000;"><span style="color:#000000;">Einer von damals, der sich in den Kreis seiner Freunde zurückgezogen hatte, war <strong>Franz Schubert.</strong> Doch davon nächste Woche mehr.</span></span></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bunt, schräg und cool…</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 15:39:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fortepiano</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[

Ist in Deutschland eine neue Musikalität ausgebrochen, oder wird hier nur der Jahrmarkt der Eitelkeit bedient? Ein Blick in neue und alte Kommentare lohnt auch hier:
Deutschland sucht den Superstar: DSDS
Über 100 000 Kandidaten haben sich mittlerweile beworben. Die 5. Staffel sahen durchschnittlich 5,34 Millionen Zuschauer. Thomas Godoj wurde mit 62 Prozent der Zuschauerstimmen zum Superstar [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fortepiano.wordpress.com&blog=2430852&post=1065&subd=fortepiano&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="line-height:19px;font:normal normal normal 13px/normal Georgia;min-height:15px;text-align:left;margin:0 0 13px;"><span style="line-height:19px;"><br />
</span></p>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">Ist in Deutschland eine neue Musikalität ausgebrochen, oder wird hier nur der Jahrmarkt der Eitelkeit bedient? Ein Blick in neue und alte Kommentare lohnt auch hier:</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">Deutschland sucht den Superstar: DSDS</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">Über 100 000 Kandidaten haben sich mittlerweile beworben. Die 5. Staffel sahen durchschnittlich 5,34 Millionen Zuschauer. Thomas Godoj wurde mit 62 Prozent der Zuschauerstimmen zum Superstar gewählt. Das größte Casting aller Zeiten: bunt, schräg, cool. Optisch fallen die Bewerber auf jeden Fall auf, aber sieht das stimmlich genauso aus? fragt RTL.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">„Außerdem ist die Zahl der Dilettanten ungeheuer. Fast in jeder Familie von mehreren Mitgliedern ist ein Dilettant.“</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">„Jedes Mädchen, habe sie Talent oder nicht, muss Klavierspielen oder singen lernen; erstlich ist&#8217;s Mode, zweytens (hier tritt der Spekulationsgeist ein) ist&#8217;s die bequemste Art, sich in der Gesellschaft hübsch zu producieren.“</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">Allgemeine Musikalische Zeitung, 1800</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">Thomas Godoj, der Gewinner der Staffel 2008, gibt offen zu:  “Ich habe jahrelang in einer Band gespielt und wollte über den klassischen Weg bekannt werden. Das hat Zeit und Geld gekostet und nicht funktioniert. Ich kann nur jedem raten, der Musik und das Singen wirklich liebt: nutzt die einmalige Chance und bewerbt euch bei DSDS.”</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">„Die Söhne müssen ebenfalls Musik machen. Der Student ohne Vermögen bringt sich durch die Musik fort, bekommt Stipendien und Anstellungen. So verschafft er sich durch Musik, indem er überall spielt, eine Menge Bekanntschaften.“</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">Allgemeine Musikalische Zeitung, 1800</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">Schon vor 200 Jahren begeistert die Erfindung der Kurzschrift die Journalisten: „In Frankreich und England bearbeitet man jetzt die Kunst kurz zu schreiben mit vielem Eifer. Sie ist in der That sehr wichtig, und gewähret denen, welche viel und oft zu schreiben haben, die größten Ersparnisse an Mühe, Kosten und Zeit.“</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">Journal für Fabrik, Manufaktur, Handlung und Mode, Bd. X, 1796</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">In Zeiten von SMS und Twitter sind es die Akronyme, Abkürzungen, die aus den Anfangsbuchstaben von Worten bestehen, die das ganze Wort ersetzen. Wenn Buchstaben Geld kosten, wird jeder überflüssige vermieden. So steht AFAIR zum Beispiel für: As Far As I Remember = Soweit ich mich erinnern kann. In diesem Sinne dann:  –  BBL… 2009</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">Viel friedlicher sind wir aber immer noch nicht, selbst der Ort der Handlung bleibt: „Die neue Verwegenheit der Rebellen in Irland hat Dublin in große Bestürzung versetzt. Sie haben den ganzen Landstrich von Baltimore bis Glanbelouh inne. Sie wurden nach mehreren Richtungen verfolgt und viele wurden getötet.“</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">Wiener Zeitung 08.08.1798</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">“Dritter Tag der schweren Krawalle in Nordirland. Randalierer attackierten Sicherheitskräfte in mehreren Städten mit Molotowcocktails, Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern. Autos wurden in Brand gesetzt. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Plastikgeschosse ein.“</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:583px;width:1px;height:1px;">Euronews, 16.07.2009</div>
<p>Ist in Deutschland eine neue Musikalität ausgebrochen, oder wird hier nur der Jahrmarkt der Eitelkeit bedient? Ein Blick in neue und alte Kommentare lohnt auch hier:</p>
<p><strong>Deutschland sucht den Superstar:</strong> <a href="http://www.webbstar.de/2008/06/29/deutschland-sucht-den-superstar-2009/" target="_blank">DSDS</a></p>
<p>Über 100 000 Kandidaten haben sich mittlerweile beworben. Die 5. Staffel sahen durchschnittlich 5,34 Millionen Zuschauer. Thomas Godoj wurde mit 62 Prozent der Zuschauerstimmen zum Superstar gewählt. Das größte Casting aller Zeiten: bunt, schräg, cool. Optisch fallen die Bewerber auf jeden Fall auf, aber sieht das stimmlich genauso aus? fragt <a href="http://www.rtl.de/tv/superstar_992348.php" target="_blank">RTL</a>.</p>
<p>„Außerdem ist die Zahl der Dilettanten ungeheuer. Fast in jeder Familie von mehreren Mitgliedern ist ein Dilettant. Jedes Mädchen, habe sie Talent oder nicht, muss Klavierspielen oder singen lernen; erstlich ist&#8217;s Mode, zweytens (hier tritt der Spekulationsgeist ein) ist&#8217;s die bequemste Art, sich in der Gesellschaft hübsch zu producieren.“<br />
<strong>Allgemeine Musikalische Zeitung, 1800</strong></p>
<p>Thomas Godoj, der Gewinner der Staffel 2008, gibt offen zu:  “Ich habe jahrelang in einer Band gespielt und wollte über den klassischen Weg bekannt werden. Das hat Zeit und Geld gekostet und nicht funktioniert. Ich kann nur jedem raten, der Musik und das Singen wirklich liebt: nutzt die einmalige Chance und bewerbt euch bei DSDS.”</p>
<p>„Die Söhne müssen ebenfalls Musik machen. Der Student ohne Vermögen bringt sich durch die Musik fort, bekommt Stipendien und Anstellungen. So verschafft er sich durch Musik, indem er überall spielt, eine Menge Bekanntschaften.“<br />
<strong>Allgemeine Musikalische Zeitung, 1800</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p>Aber auch früher galt, Hauptsache schnell, und so begeistert schon vor 200 Jahren die Erfindung der Kurzschrift die Journalisten: „In Frankreich und England bearbeitet man jetzt die Kunst kurz zu schreiben mit vielem Eifer. Sie ist in der That sehr wichtig, und gewähret denen, welche viel und oft zu schreiben haben, die größten Ersparnisse an Mühe, Kosten und Zeit.“<br />
<strong>Journal für Fabrik, Manufaktur, Handlung und Mode, Bd. X, 1796</strong></p>
<p>In Zeiten von SMS und Twitter sind es die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Abkürzungen_(Netzjargon)" target="_blank">Akronyme</a>, Abkürzungen, die aus den Anfangsbuchstaben von Worten bestehen, die das ganze Wort ersetzen. Wenn Buchstaben Geld kosten, wird jeder überflüssige vermieden. So steht AFAIR zum Beispiel für: As Far As I Remember = Soweit ich mich erinnern kann. In diesem Sinne dann:  –  <a href="http://akronyme.junetz.de/" target="_blank">BBL</a>… 2009</p>
<p>Viel friedlicher sind wir aber in den letzten 200 Jahren immer noch nicht geworden, selbst der Ort der Handlung bleibt: „Die neue Verwegenheit der Rebellen in Irland hat Dublin in große Bestürzung versetzt. Sie haben den ganzen Landstrich von Baltimore bis Glanbelouh inne. Sie wurden nach mehreren Richtungen verfolgt und viele wurden getötet.“<br />
<strong>Wiener Zeitung 08.08.1798</strong></p>
<p>“Dritter Tag der schweren Krawalle in Nordirland. Randalierer attackierten Sicherheitskräfte in mehreren Städten mit Molotowcocktails, Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern. Autos wurden in Brand gesetzt. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Plastikgeschosse ein.“<br />
<strong><a href="http://de.euronews.net/2009/07/16/nordirland-weitere-ausschreitungen/" target="_blank">Euronews</a></strong><strong>, 16.07.2009</strong></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fortepiano.wordpress.com/1065/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fortepiano.wordpress.com/1065/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fortepiano.wordpress.com/1065/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fortepiano.wordpress.com/1065/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fortepiano.wordpress.com/1065/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fortepiano.wordpress.com/1065/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fortepiano.wordpress.com/1065/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fortepiano.wordpress.com/1065/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fortepiano.wordpress.com/1065/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fortepiano.wordpress.com/1065/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fortepiano.wordpress.com&blog=2430852&post=1065&subd=fortepiano&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wo liegt denn die Grafschaft Bio?</title>
		<link>http://fortepiano.wordpress.com/2009/09/27/wo-liegt-denn-die-grafschaft-bio/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 12:08:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fortepiano</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fortepiano.wordpress.com/?p=1040</guid>
		<description><![CDATA[„Ich habe zu meinem großen Mißfallen vernehmen müssen, daß einige der Beamten von Gegenständen ganz unbedachtsam sprechen, daß Dinge, allgemein bekannt werden. Um nun diesem Übel vorzubeugen, werden die Beamten mit Nachdrucke an ihren Amtseid erinnert.“ Kaiser Franz II. 18. 1. 1795
Die Wiederwahl Köhlers zum Bundespräsidenten wurde per Twitter gepostet und damit verbreitet, noch bevor [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fortepiano.wordpress.com&blog=2430852&post=1040&subd=fortepiano&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">„Ich habe zu meinem großen Mißfallen vernehmen müssen, daß einige der Beamten von Gegenständen ganz unbedachtsam sprechen, daß Dinge, allgemein bekannt werden. Um nun diesem Übel vorzubeugen, werden die Beamten mit Nachdrucke an ihren Amtseid erinnert.“ Kaiser Franz II. 18. 1. 1795</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Die Wiederwahl Köhlers zum Bundespräsidenten wurde per Twitter gepostet und damit verbreitet, noch bevor das Wahlergebnis veröffentlich worden war.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">http://www.basicthinking.de/blog/2009/05/26/peinliche-twitter-schlammschlacht-nach-der-bundespraesidentenwahl/</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">§ 44c AbgG, Verschwiegenheitspflicht und Aussagegenehmigung</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">1. die Abgeordneten des Deutschen Bundestages dürfen [keine] Erklärungen abgeben über Angelegenheiten, die der Verschwiegenheit unterliegen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=IJB6YF</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Von der Kurzschreibung</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">„In Frankreich und England bearbeitet man jetzt die Kunst kurz zu schreiben mit vielem Eifer. Sie ist in der That sehr wichtig, und gewähret denen, welche viel und oft zu schreiben haben, die größten Ersparnisse an Mühe, Kosten und Zeit.“ Journal für Fabrik, Manufaktur, Handlung und Mode, Bd. X, 1796</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Abkürzungen_(Netzjargon)</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">http://akronyme.junetz.de/</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Heutzutage sind Akronyme, Abkürzungen, die aus den Anfangsbuchstaben von Worten bestehen, beliebt. Wer Medien wie SMS oder Twitter benutzt, vermeidet jeden überflüssigen buchstaben und AFAIR steht für: As Far As I Remember = Soweit ich mich erinnern kann, oder ASAP für: As Soon As Possible= So schnell wie möglich.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">„ Die neue Verwegenheit der Rebellen in Irland hat Dublin in große Bestürzung versetzt. Sie haben den ganzen Landstrich von Baltimore bis Glanbelouh inne. Sie wurden nach mehreren Richtungen verfolgt und viele wurden getötet.“</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Wiener Zeitung 08.08.1798</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">“Dritter Tag der schweren Krawalle in Nordirland. Randalierer attackierten Sicherheitskräfte in mehreren Städten mit Molotowcocktails, Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern. Autos wurden in Brand gesetzt. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Plastikgeschosse ein.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">16.07.2009 http://de.euronews.net/2009/07/16/nordirland-weitere-ausschreitungen/</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Bisquitkuchen</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Journal des Luxus und der Moden, Dezember 1799</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">auf 250g Mehl kommen</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">500g Zucker</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">12 Eier</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">http://www.chefkoch.de/rezepte/435711135137054/Biskuitkuchen-superschnell.html</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">250g Mehl</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">250g Zucker</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">4 Eier</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Eine ganz neuer Art von Clavier-Instrument</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Unter allen Arten von Clavierinstrumenen kann gegewärtiges Instrument wegen seiner Bequemlichkeit allen andern im Rage vorgehen. Dieses Instrument empfiehlt sich da es sowohl zum häuslichen Gebrauch als für den Liebhaber auf Reisen dienet.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">1. Es hat 5 vollständige Oktaven</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">2. Es spielet den Ton wie gewöhnlich</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">3. Es macht das Forte durch einen Tritt (Pedal)</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">4. Es hat eine Schwebung, damit kann der Ton entfernt und herkommend damit gemacht werden.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Journal des Luxus und der Moden, Mai 1880</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Der Stage Player ist ideal für Klavier-Einsteiger, die ein gutes, transportables Instrument suchen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">1. Er hat 5 Oktaven</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">2. Er hat 2 hervorragende Piano-Klänge</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">3. Es gibt ein Laut/Leisepedal</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">4. Es gibt 3 Nachhalleffekte: Raum, Halle und Theater</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Beschreibung des Orla-Players, 2009</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">http://www.musikdiscount24.de/Orla-Stageplayer-</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Digitalpiano_detail_7341_527.html</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Anmerkung zur Rechtschreibreform, 2009</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Die Wortbestandteile graph/phon/phot sowie das Wort Delphin dürfen künftig mit f oder ph geschrieben werden. Beispiele:</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Geografie – Geographie</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Grafit – Graphit</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Mikrofon – Mikrophon</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Fotosynthese – Photosynthese</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Wörter ohne die genannten Wortbestandteile bleiben weiterhin bei ph, z. B. Katastrophe, Philosophie</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">http://www.staff.uni-marburg.de/~schittek/rechtsch.htm#3.2</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Wir leben jetzt in kuriosen Zeiten! Das arme PH ist jetzt vom Buchstaben F verstochen worden, denn statt Triumph, Philosoph, Phantast schreibn unsere Spracherneuerer jetzt Triumf, Filosof, Fantast.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Aber die Täg kommt ein ein Bürgersmann in ein Kaffeehaus und liest in d&#8217; Zeitung. Da hat ein Zeitungsschreiber das PH in ein F verwandelt und ,Biograf‘ geschrieben. Jetzt hat der Mann d&#8217; Zeitung niedergelegt und hat gsagt: „Von dem Grafen hab&#8217; i in mein Lebn nix gehört, wo liegt denn die Grafschaft Bio?“</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Eipeldauer-Briefe 6.Heft, 5. Brief, 1810</div>
<p>Natürlich, wir leben in modernen Zeiten, sind aufgeklärt und verantwortungsvoll. Wer wollte schon freiwillig 200 Jahre zurückgehen? Wo doch heute alles ganz anders ist… Vergleichen wir einfach ein paar Punkte.</p>
<p>Unter allen Arten von Clavierinstrumenen kann gegenwärtiges Instrument wegen seiner Bequemlichkeit allen andern im Range vorgehen. Es empfiehlt sich, da es sowohl zum häuslichen Gebrauch als für den Liebhaber auf Reisen dienet.<br />
1. Es hat 5 vollständige Oktaven<br />
2. Es spielet den Ton wie gewöhnlich<br />
3. Es macht das Forte durch einen Tritt (Pedal)<br />
4. Es hat eine Schwebung, damit kann der Ton entfernt und herkommend gemacht werden.<br />
<strong>Journal des Luxus und der Moden, Mai 1880</strong></p>
<p>Der Stage Player ist ideal für Klavier-Einsteiger, die ein gutes, transportables Instrument suchen.<br />
1. Er hat 5 Oktaven<br />
2. Er hat 2 hervorragende Piano-Klänge<br />
3. Es gibt ein Laut/Leisepedal<br />
4. Es gibt 3 Nachhalleffekte: Raum, Halle und Theater<br />
<strong>Beschreibung des Orla-Players, 2009</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p>„Ich habe zu meinem großen Mißfallen vernehmen müssen, daß einige der Beamten von Gegenständen ganz unbedachtsam sprechen, daß Dinge allgemein bekannt werden. Um nun diesem Übel vorzubeugen, werden die Beamten mit Nachdrucke an ihren Amtseid erinnert.“<br />
<strong>Kaiser Franz II. Wien, 18. 01. 1795</strong></p>
<p>Die Wiederwahl Horst Köhlers zum Bundespräsidenten wurde per <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/05/26/peinliche-twitter-schlammschlacht-nach-der-bundespraesidentenwahl/" target="_blank">Twitter gepostet</a> und verbreitet, noch bevor das Wahlergebnis veröffentlich worden war.<br />
1. die Abgeordneten des Deutschen Bundestages dürfen [keine] Erklärungen abgeben über Angelegenheiten, die der Verschwiegenheit unterliegen.<br />
<strong>§ <a href="http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=IJB6YF" target="_blank">44c AbgG</a> vom 15. 12. 1995</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p>Dafür sind wir irgendwie bewußter geworden, wenigstens cholsterinbewußter. Während um <strong>1800 <span style="font-weight:normal;">für einen Bisquitkuchen<strong><span style="font-weight:normal;"> auf 250g Mehl noch 500g Zucker und 12 Eier kamen, sind es <a href="http://www.chefkoch.de/rezepte/435711135137054/Biskuitkuchen-superschnell.html" target="_blank"><strong>heute</strong></a> nur noch 250g Zucker und 4 Eier. Na, also…</span></strong></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-weight:normal;"><strong><span style="font-weight:normal;"><br />
</span></strong></span></strong></p>
<p>Auch der Streit um das PH dauert auch immer noch an: seit Neuestem dürfen die Wortbestandteile graph/phon/phot mit f oder ph geschrieben werden. Na, denn.<br />
Geografie – Geographie, Grafit – Graphit, Mikrofon – Mikrophon<br />
Wörter ohne die genannten Wortbestandteile bleiben bei ph, z. B. Katastrophe<br />
<strong>Anmerkung zur <a href="http://www.staff.uni-marburg.de/~schittek/rechtsch.htm#3.2" target="_blank">Rechtschreibreform</a>, 2009</strong></p>
<p>„Wir leben jetzt in kuriosen Zeiten! Das arme PH ist jetzt vom Buchstaben F verstochen worden, denn statt Triumph, Philosoph, Phantast schreibn unsere Spracherneuerer jetzt Triumf, Filosof, Fantast. Die Täg kommt ein ein Mann in ein Kaffeehaus und liest in d&#8217; Zeitung. Da hat ein Zeitungsschreiber das PH in ein F verwandelt und ,Biograf‘ geschrieben. Jetzt hat der Mann d&#8217; Zeitung niedergelegt und hat gsagt: „Von dem Grafen hab&#8217; i in mein Lebn nix gehört, wo liegt denn die Grafschaft Bio?“<br />
<strong>Eipeldauer-Briefe 6. Heft, 5. Brief, 1810</strong></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fortepiano.wordpress.com/1040/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fortepiano.wordpress.com/1040/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fortepiano.wordpress.com/1040/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fortepiano.wordpress.com/1040/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fortepiano.wordpress.com/1040/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fortepiano.wordpress.com/1040/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fortepiano.wordpress.com/1040/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fortepiano.wordpress.com/1040/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fortepiano.wordpress.com/1040/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fortepiano.wordpress.com/1040/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fortepiano.wordpress.com&blog=2430852&post=1040&subd=fortepiano&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Erst wiederholter Genuß macht&#8217;s!</title>
		<link>http://fortepiano.wordpress.com/2009/09/20/erst-wiederholter-genus-machts/</link>
		<comments>http://fortepiano.wordpress.com/2009/09/20/erst-wiederholter-genus-machts/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 15:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fortepiano</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Uraufführungen sind scheußlich?
„Herr Slawijk trug eine Fantasie für Violine und Klavier von Herrn Schubert vor. Die Fantasie dehnte sich etwas zu lang  über die Zeit aus, die der Wiener den geistigen Genüssen widmen will. Der Saal wurde allmählich leerer, und Referent gesteht, daß auch er von dem Ausgang dieses Musikstückes nicht zu sagen weiß.“ Der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fortepiano.wordpress.com&blog=2430852&post=1027&subd=fortepiano&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Uraufführungen sind scheußlich?</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">„Herr Slawijk trug eine Fantasie für Violine und Klavier von Herrn Schubert vor. Die Fantasie dehnte sich etwas zu lang  über die Zeit aus, die der Wiener den geistigen Genüssen widmen will. Der Saal wurde allmählich leerer, und Referent gesteht, daß auch er von dem Ausgang dieses Musikstückes nicht zu sagen weiß.“ Der Sammler,1828</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">„Man könnte darüber füglich das Urteil fällen, der beliebte Tonsetzer habe sich hier geradezu verkomponiert.“ Allgemeine Musikalische Zeitung Leipzig, 1828</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">„Es wurde die Beethovensche Sinfonie [N° 3] gegeben. Die lange, äußerst schwierige Komposition ist eigentlich eine sehr weit ausgeführte, kühne Phantasie. Referent gehört gewiss zu Hrn. Beethovens aufrichtigsten Verehrern; abe bey dieser Arbeit muss er doch gestehen, des Grellen und Bizarren allzuviel zu finden, wodurch die Übersicht äußerst erschwert und die einheit beynahe ganz verloren geht. auch fehlte sehr viel, dass die Sinfonie allgemein gefallen hätte. “ Allgemeine Musikalische Zeitung Leipzig, 1805</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">„Aber der Kenner genießt sie erst ganz, und ein wiederholtes Anhören verdoppelt seinen geistigen Genuß, je tiefer er in den technischen und ästhetischen Gehalt des originellen Werkes eindringt.“ Zeitung für die elegante Welt, 1807</div>
<p>Die Zeit der Sommerfestivals neigt sich dem Ende zu. Von Schleswig Holstein bis Salzburg wiederholen die Konzertprogramme kaleidoskopartig immer dieselben, allgemein beliebten Musikstücke. Uraufführungen zeitgenössischer Musiker sind selten zu finden, gelten sie doch als schwer verständlich und schlecht verkäuflich. Da setzen die Veranstalter doch lieber auf bekannte Zugpferde, beliebte Klassiker wie Schubert oder Beethoven. Dass deren Werke zu ihren Lebzeiten auch nicht gerade ungeteilte Begeisterung fanden, ist für uns heute nicht mehr nachvollziehbar.</p>
<p>„Herr Slawijk trug eine Fantasie für Violine und Klavier von Herrn <strong>Schubert</strong> vor. Die Fantasie dehnte sich etwas zu lang über die Zeit aus, die der Wiener den geistigen Genüssen widmen will. Der Saal wurde allmählich leerer, und Referent gesteht, daß auch er von dem Ausgang dieses Musikstückes nichts zu sagen weiß.“ <em>Der Sammler, 1828</em></p>
<p>„Man könnte darüber füglich das Urteil fällen, der beliebte Tonsetzer habe sich hier geradezu verkomponiert.“ <em>Allgemeine Musikalische Zeitung Leipzig, 1828</em></p>
<p>„Es wurde die <strong>Beethovensche</strong> Sinfonie N°3 gegeben. Die lange, äußerst schwierige Komposition ist eigentlich eine sehr weit ausgeführte, kühne Phantasie. Referent gehört gewiss zu Hrn. Beethovens aufrichtigsten Verehrern; aber bey dieser Arbeit muss er doch gestehen, des Grellen und Bizarren allzuviel zu finden, wodurch die Übersicht äußerst erschwert und die Einheit beynahe ganz verloren geht. Auch fehlte sehr viel, dass die Sinfonie allgemein gefallen hätte. “ <em>Allgemeine Musikalische Zeitung Leipzig, 1805</em></p>
<p>Offensichtlich hat sich also gar nichts geändert, bejubelt wird, was bekannt ist. Doch auch damals schon gab es ein paar Wenige, die zeigten, wie man mit neuer Musik umgehen kann:</p>
<p>„Aber der Kenner genießt sie [die Sinfonie] erst ganz, und ein wiederholtes Anhören verdoppelt seinen geistigen Genuß, je tiefer er in den technischen und ästhetischen Gehalt des originellen Werkes eindringt.“ <em>Zeitung für die elegante Welt, 1807</em></p>
<p>Oder wie es August Ferdinand Tietz, ein österreichischer Geiger sagt: „es geht mit dem Produkten der Kunst wie – wenn uns der Vergleich erlaubt ist – mit den Raffinements der verfeinerten Kochkunst: man muss sich durch wiederholten Genuss erst dafür empfänglich gemacht haben, wo sie Einem dann oftmals allzu lieb werden.“</p>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Schwarz und bunt</title>
		<link>http://fortepiano.wordpress.com/2009/08/16/schwarz-und-bunt/</link>
		<comments>http://fortepiano.wordpress.com/2009/08/16/schwarz-und-bunt/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 16:08:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fortepiano</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[
Es fing mit einem leeren Platz an, der Place Igor Stravinski. Direkt über dem Institut de Recherche et de Coordination Acoustique/Musique gelegen und neben dem Centre Pompidou in Paris war dieser Platz vor allem eines: trostlos. Der Musiker Pierre Boulez war der Überzeugung, nur ein Brunnen, mit Figuren von Jean Tinguely, könnte den öden Platz zum Leben [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fortepiano.wordpress.com&blog=2430852&post=1006&subd=fortepiano&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignnone size-full wp-image-1005" title="DSC05209.JPG" src="http://fortepiano.files.wordpress.com/2009/08/dsc05209-jpg.jpeg?w=500&#038;h=375" alt="DSC05209.JPG" width="500" height="375" /></p>
<p>Es fing mit einem leeren Platz an, der <em>Place Igor Stravinski. </em>Direkt über dem<em> Institut de Recherche et de Coordination Acoustique/Musique</em> gelegen und neben dem <em>Centre Pompidou</em> in Paris war dieser Platz vor allem eines: trostlos. Der Musiker Pierre Boulez war der Überzeugung, nur ein Brunnen, mit Figuren von Jean Tinguely, könnte den öden Platz zum Leben erwecken.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1010" title="DSC05210.JPG" src="http://fortepiano.files.wordpress.com/2009/08/dsc05210-jpg.jpeg?w=500&#038;h=375" alt="DSC05210.JPG" width="500" height="375" /></p>
<p>Tinguelys nahm den Auftrag unter der Bedingung an, den Brunnen gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, Niki de Saint Phalle gestalten zu können. Und so entstand eine einzigartige Mischung aus schwarzen Mechanik-Skulpturen und bunten, prallen Polyesterfiguren. Die Musik Strawinskys, die eng mit der russischen Märchenwelt verbunden ist, bot den beiden Künstlern eine reichhaltige Repertoirevorlage. Ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GgY7KFt1o6g" target="_blank">kurzer Film</a> lädt ein zum Bummeln und Verweilen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1011" title="DSC05195.JPG" src="http://fortepiano.files.wordpress.com/2009/08/dsc05195-jpg.jpeg?w=500&#038;h=375" alt="DSC05195.JPG" width="500" height="375" /></p>
<h5>© alle Fotos: Sabine Duch, 2009</h5>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fortepiano.wordpress.com/1006/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fortepiano.wordpress.com/1006/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fortepiano.wordpress.com/1006/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fortepiano.wordpress.com/1006/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fortepiano.wordpress.com/1006/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fortepiano.wordpress.com/1006/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fortepiano.wordpress.com/1006/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fortepiano.wordpress.com/1006/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fortepiano.wordpress.com/1006/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fortepiano.wordpress.com/1006/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fortepiano.wordpress.com&blog=2430852&post=1006&subd=fortepiano&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>„Lasst uns ihm folgen, in der Kunst…“</title>
		<link>http://fortepiano.wordpress.com/2009/08/09/%e2%80%9elasst-uns-ihm-folgen-in-der-kunst%e2%80%a6%e2%80%9c/</link>
		<comments>http://fortepiano.wordpress.com/2009/08/09/%e2%80%9elasst-uns-ihm-folgen-in-der-kunst%e2%80%a6%e2%80%9c/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 18:23:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fortepiano</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer war der Mann, der neben Paganini als der größte Geiger seiner Zeit gefeiert wird, als Komponist hochgeschätzt ist, als Dirigent ein internationaler Star und als Organisator von Musikfestivals überall gefragt? Dessen Violinschule Schüler aus ganz Europa anzieht und dessen Ausbildung zum Markenzeichen wird? Zu dessen Bewunderern nicht nur Kollegen wie Beethoven, Paganini, Liszt, Mendelssohn [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fortepiano.wordpress.com&blog=2430852&post=991&subd=fortepiano&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Wer war der Mann, der neben Paganini als der größte Geiger seiner Zeit gefeiert wird, als Komponist hochgeschätzt ist, als Dirigent ein internationaler Star und als Organisator von Musikfestivals überall gefragt? Dessen Violinschule Schüler aus ganz Europa anzieht und dessen Ausbildung zum Markenzeichen wird? Zu dessen Bewunderern nicht nur Kollegen wie Beethoven, Paganini, Liszt, Mendelssohn und Schumann gehören, sondern auch Goethe, die Brüder Grimm, Alexander von Humboldt…</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Louis (Ludewig) Spohr</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">5. April 1784 &#8211; 22. Oktober 1859</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Mit fünf Jahren überzeugt er seinen Vater auf einem Jahrmarkt, ihm einen Geige zu kaufen. Bereits mit zwölf Jahren tritt er mit seinem Lehrer im elterlichen Salon mit selbst komponierten Duetten auf:</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Die nun folgende Karriere ist steil und macht ihn zu einem der berühmtesten Musiker seiner Zeit.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Bis zum Herzog von Braunschweig ist sein Ruhm gedrungen, der sogleich anbietet, das Talent diese außerordentlichen Jungen zu fördern: Bereits mit 15 Jahren wird er zum Kammermusiker des Hofes ernannt und mit seinem neuen Violinlehrer auf Tournee nach Rußland geschickt. Spohrs Ruhm verbreitet sich so rasch, dass ihn der Herzog nach seiner Heimkehr schon ziehen lassen muß: Louis bekommt mit gerade 18 Jahren die Konzertmeisterstelle in Gotha angeboten. Dort lernte er seine Dorette Scheidler kennen, eine hervorragende Harfenistin, die er heiratet und die ihm zur musikalischen Partnerin wird. Gemeinsam unternehmen die beiden Tourneen und es entstehen herausragenden Werken für Violine Und Harfe.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">1813 folgt er einem Ruf als Kapellmeister ans Theater an der Wien. Von Theaterintrigen stark enttäuscht und in seiner Arbeit behindert, verläßt er Wien allerdings bereits nach zwei Jahren und macht sich zu Konzertreisen durch die Schweiz, Italien und Holland auf. Eine Kapellmeisterstelle, die er 1817 in Frankfurt am Main antritt, gibt er ebenfalls wegen anhaltender Intrigen bald auf: „Daß wir ihn verlieren ist das Schlimmste nicht, das Schlimmste ist, daß er nichts an uns verliert.“ Ausgedehnte Reisen nach Belgien, Paris und London folgen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Ruhmgekrönt kehr er zurück und folgt der Berufung zum Hofkapellmeister nach Kassel. Dort gründete einen Verein für Oratorienmusik und macht des Orchesters zu einem der besten in ganz Deutschland. Als das Theater 1832 geschlossen werden sollt, kann Spohr sein Orchester fast vollständig retten. Durch seine unverhohlenen liberalen Ansichten gerät er in Zeiten der Zensur immer stärker in Konflikt zum Kurfürsten. So kann selbst die Bitte Metternichs (!) den Kurfürsten nicht dazu bewegen, Spohr zu zwei Aufführungen seines Oratoriums „Der Fall Babylon“ nach Wien reisen zu lassen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">1857 wird er zwangspensioniert.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Spohrs Œvre umfaßt neben reichhaltiger Violinliteratur auch Streichquartette, die von Zeitgenossen in eine Reihe mit denen von Haydn, Mozart, Beethoven gestellt wurden. Seine Oper „Faust“ gilt als erste „durchkomponierte “ Oper. Maßgeblich ist er an der Entwicklung der sog. „Leitmotiv-Technik“ beteiligt, nicht umsonst studiert Wagner gerade seine Opern eingehend. Seine Sinfonien, von Kollegen bewundert und musikalisch zitiert, sind heute aus den Abonnementskonzert verschwunden. Was wäre die musikalische Entwicklung des 19. Jahrhunderts ohne ihn?</div>
<p>Es gibt in allen Bereichen die Besonderen, die Herausragenden, die Mozarts, Einsteins, Horowitz&#8217;, die vergessen lassen, dass es auch sehr viele „Sehr Gute“ gibt, die bestenfalls im<em> „Papierkorb der Geschichte obenauf liegen geblieben sind“</em> (Tucholsky). Einer von diesen ist der Komponist</p>
<p><strong>Louis Spohr, 1784 &#8211; 1859</strong></p>
<p>Wer ist der Mann, der neben Paganini als der größte Geiger seiner Zeit gefeiert wird, als Komponist hochgeschätzt ist, als Dirigent ein internationaler Star und als Organisator von Musikfestivals überall gefragt? Dessen Violinschule Schüler aus ganz Europa anzieht und dessen Ausbildung zum Markenzeichen wird? Zu dessen Bewunderern nicht nur Kollegen wie Beethoven, Paganini, Liszt, Mendelssohn und Schumann gehören, sondern auch Goethe, die Brüder Grimm, Alexander von Humboldt…</p>
<p>Mit fünf Jahren überzeugt er seinen Vater auf einem Jahrmarkt, ihm einen Geige zu kaufen. Bereits mit zwölf Jahren tritt er mit seinem Lehrer im elterlichen Salon mit selbst komponierten Duetten auf:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-993" title="LSpohr" src="http://fortepiano.files.wordpress.com/2009/08/lspohr1.jpg?w=458&#038;h=215" alt="LSpohr" width="458" height="215" /></p>
<p>Die nun folgende Karriere ist steil und macht ihn zu einem der berühmtesten Musiker seiner Zeit.</p>
<p>Bis zum Herzog von Braunschweig ist sein Ruhm gedrungen, der sogleich anbietet, das Talent dieses außerordentlichen Jungen zu fördern: Bereits mit 15 Jahren wird er zum Kammermusiker des Hofes ernannt und mit seinem neuen Violinlehrer auf Tournee nach Rußland geschickt. Spohrs Ruhm verbreitet sich so rasch, dass ihn der Herzog nach seiner Heimkehr schon ziehen lassen muß. Louis bekommt mit gerade 18 Jahren die Konzertmeisterstelle in Gotha angeboten. Dort lernt er Dorette Scheidler kennen, eine hervorragende Harfenistin, die er heiratet und die ihm zur musikalischen Partnerin wird. Gemeinsam unternehmen die beiden Tourneen und es entstehen herausragende Werken für Violine und Harfe.</p>
<p><strong>1813</strong> folgt er einem Ruf als Kapellmeister ans <em>Theater an der Wien</em>. Von Theaterintrigen stark enttäuscht und in seiner Arbeit behindert, verläßt er Wien allerdings bereits nach zwei Jahren und macht sich zu Konzertreisen durch die Schweiz, Italien und Holland auf. Eine Kapellmeisterstelle, die er <strong>1817</strong> in Frankfurt am Main antritt, gibt er ebenfalls wegen anhaltender Intrigen bald auf: <em>„Daß wir ihn verlieren ist das Schlimmste nicht, das Schlimmste ist, daß er nichts an uns verliert.“</em> (der Schriftsteller Ludwig Börne) Ausgedehnte Reisen nach Belgien, Paris und London folgen.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-994" title="DBP_1959_316_Louis_Spohr" src="http://fortepiano.files.wordpress.com/2009/08/dbp_1959_316_louis_spohr.jpg?w=300&#038;h=257" alt="DBP_1959_316_Louis_Spohr" width="300" height="257" /></p>
<h5>Briefmarke von 1959</h5>
<p>Ruhmgekrönt kehrt er zurück und folgt der Berufung zum Hofkapellmeister nach <em>Kassel</em>. Dort gründet er einen Verein für Oratorienmusik und macht das Orchester zu einem der besten in ganz Deutschland. Als das Theater<strong> 1832</strong> geschlossen werden soll, kann Spohr sein Orchester fast vollständig retten. Durch seine unverhohlen liberalen Ansichten gerät er aber in Zeiten der Zensur immer stärker in Konflikt zum Kurfürsten. So kann selbst die Bitte Metternichs (!) den Kurfürsten nicht dazu bewegen, Spohr zu zwei Aufführungen seines Oratoriums <em>„Der Fall Babylon“</em> nach Wien reisen zu lassen.</p>
<p><strong>1857</strong> wird er zwangspensioniert.</p>
<p>Spohrs Œuvre umfaßt neben reichhaltiger Violinliteratur auch Streichquartette, die von Zeitgenossen in eine Reihe mit denen von Haydn, Mozart, Beethoven gestellt wurden. Seine Oper <em>Faust</em> gilt als erste „<em>durchkomponierte“ </em>Oper. Maßgeblich ist er an der Entwicklung der sog. „<em>Leitmotiv-Technik“</em> beteiligt, nicht umsonst studiert Wagner gerade seine Opern eingehend. Seine Sinfonien, von Kollegen bewundert und musikalisch zitiert, sind heute aus den Abonnementskonzerten verschwunden. Doch was wäre die musikalische Entwicklung des 19. Jahrhunderts ohne ihn?</p>
<p>Der Anfang aus seinem <a href="http://www.hwklein.de/fortepianomusik/Spohr.mp3" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-278" title="bild-2_06" src="http://fortepiano.files.wordpress.com/2008/11/bild-2_06.jpg?w=17&#038;h=12" alt="bild-2_06" width="17" height="12" />Septett op. 147</a> mag das zeigen.</p>
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		<title>Vom Gesellen zum Meister</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 17:51:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>fortepiano</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
 
 

Felix ist gerade 15 Jahre alt, da sagt sein Lehrer Zelter über ihn: „Von heute ab bist du kein Lehrjunge mehr, von heute an bist du Gesell! – Ich mache Dich zum Gesellen im Namen Mozarts, im Namen Haydns und im Namen des alten Bach!“
Doch der alte Onkel Jacob Bartholdy legt sich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fortepiano.wordpress.com&blog=2430852&post=970&subd=fortepiano&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="font:12px Helvetica;margin:0;"><span style="font-family:Helvetica, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, 0;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Helvetica, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, fantasy;font-size:small;"><span> </span></span></span></span></p>
<p><span style="font-family:Helvetica, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, 0;"> </span></p>
<p><span style="font-family:Helvetica, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, 0;"><span style="font-family:Helvetica, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, fantasy;font-size:small;"> </span></span></p>
<div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Felix ist gerade 15 Jahre alt, da sagt sein Lehrer Zelter über ihn: „Von heute ab bist du kein Lehrjunge mehr, von heute an bist du Gesell! – Ich mache Dich zum Gesellen im Namen Mozarts, im Namen Haydns und im Namen des alten Bach!“</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Doch der alte Onkel Jacob Bartholdy legt sich ins Zeug:„ Das ist keine Karriere, kein Leben. Lasse den Buben ordentlich studieren, auf der Universität die Rechte absolvieren und dann in eine Staatskarriere treten. Die Kunst bleibt ihm als Freundin und Gespielin zur Seite.“ Doch der Vater überlegt es sich anders. Der Junge soll in in Paris dem alten Luigi Cherubini vorgestellt werden und der soll über die Zukunft des Jungen entscheiden.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">http://de.wikipedia.org/wiki/Luigi_Cherubini</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Cherubini galt als künstlerische Autorität und war damals der erste Komponist in Frankreich. Er bestärkt den Vater in der Entscheidung, den Jungen eine Künstlerlaufbahn einschlagen zu lassen. Aber dazu muß dieser erst einmal Bildung erwerben. Nach damaligem Verständnis geschah dies zuallererst auf Reisen. Und so begibt sich Felix auf eine mehrjährige Bildungsreise ins Ausland.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Zunächst geht es nach London, danach Edinburgh, wo er die ersten Inspirationen für seine schottische Sinfonie notiert. Danach folgt die Überfahrt zu den Orkney Islands, einer Reise, der wir die unvergleichliche Hebriden-Ouvertüre verdanken. Während einer kurzen Stippvisite in Deutschland arbeitet er an seiner Reformationsinfonie und bricht bald danach nach Italien auf. Über Salzburg, Linz, Wien gelangt er nach Venedig, Florenz, Rom. Dort beginnt er seine Italienische-Sinfonie, die viele lieben, ohne freilich ihren Verfasser zu kennen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">In Paris schließlich lernt er Berlioz und Chopin kennen, Heinrich Heine und Ludwig Börne.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Ein bewegtes, abenteuerliches, anstrengendes Leben, wenn man bedenkt, wie die Reisebedingungen um 1830 waren. Mit ungefederten Postkutschen, der Sorge um unzählige Visa zu Durchreise durch zahllose Fürstentümer und Länder, ist das mit Reisen in heutigem Verständnis nicht vergleichbar.</div>
<div id="_mcePaste" style="position:absolute;left:-10000px;top:0;width:1px;height:1px;">Aus dem jungen Mann ist ein berühmter Komponist geworden, bekannt mit den Größen seiner Zeit, gewandt und gebildet, beliebt und gefragt. Seine Konzerte werden zu Triumphen. Er ist gerade einmal 24 Jahre.</div>
<div>Felix Mendelssohn-Bartholdy ist gerade einmal 15 Jahre alt, da sagt sein Lehrer <a href="http://fortepiano.wordpress.com/2009/07/26/felix-der-gluckliche/" target="_blank">Zelter</a> über ihn: <em>„Von heute ab bist du kein Lehrjunge mehr, von heute an bist du Gesell! – Ich mache Dich zum Gesellen im Namen Mozarts, im Namen Haydns und im Namen des alten Bach!“</em></div>
<div>Doch der alte Onkel Jacob Bartholdy legt sich ins Zeug: <em>„Das ist keine Karriere, kein Leben. Lasse den Buben ordentlich studieren, auf der Universität die Rechte absolvieren und dann in eine Staatskarriere treten. Die Kunst bleibt ihm als Freundin und Gespielin zur Seite.“</em> Doch der Vater überlegt es sich anders. Der Junge soll in Paris dem alten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luigi_Cherubini" target="_blank">Luigi Cherubini</a> vorgestellt werden und der soll über die Zukunft des Jungen entscheiden.</div>
<div>Cherubini gilt als künstlerische Autorität und ist der erste Komponist in Frankreich. Er bestärkt den Vater in der Entscheidung, den Jungen eine Künstlerlaufbahn einschlagen zu lassen. Aber dazu muß dieser erst einmal Bildung erwerben. Nach damaligem Verständnis geschieht dies zuallererst auf Reisen. Und so begibt sich Felix auf eine mehrjährige Bildungsreise ins Ausland.</div>
<div>Zunächst geht es nach London, dann nach Edinburgh, wo er die ersten Inspirationen für seine <a href="http://www.hwklein.de/fortepianomusik/Schott.mp3" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-278" title="bild-2_06" src="http://fortepiano.files.wordpress.com/2008/11/bild-2_06.jpg?w=17&#038;h=12" alt="bild-2_06" width="17" height="12" /></a><em><a href="http://www.hwklein.de/fortepianomusik/Schott.mp3" target="_blank">Schottische Sinfonie</a> </em>notiert. Danach folgt die Überfahrt zu den Orkney Islands, einer Reise, der wir die unvergleichliche <em>Hebriden-Ouvertüre</em> verdanken. Während einer kurzen Stippvisite in Deutschland arbeitet er an seiner <em>Reformationssinfonie</em> und bricht bald danach nach Italien auf. Über Salzburg, Linz, Wien gelangt er nach Venedig, Florenz, Rom. Dort beginnt Felix seine <a href="http://www.hwklein.de/fortepianomusik/Ital.mp3" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-278" title="bild-2_06" src="http://fortepiano.files.wordpress.com/2008/11/bild-2_06.jpg?w=17&#038;h=12" alt="bild-2_06" width="17" height="12" /></a><em><a href="http://www.hwklein.de/fortepianomusik/Ital.mp3" target="_blank">I</a></em><em><a href="http://www.hwklein.de/fortepianomusik/Ital.mp3" target="_blank">talienische Sinfonie</a></em>, die viele lieben, ohne freilich ihren Verfasser zu kennen.</div>
<div>In Paris schließlich lernt er <strong>Hector</strong> <strong>Berlioz</strong> und <strong>Frédéric</strong> <strong>Chopin</strong> kennen, <strong>Heinrich Heine</strong> und <strong>Ludwig Börne</strong>.</div>
<div>Ein bewegtes, abenteuerliches, anstrengendes Leben, wenn man bedenkt, wie die Reisebedingungen um <strong>1830</strong> waren. Mit ungefederten Postkutschen, der Sorge um unzählige Visa zur Durchreise durch zahllose Fürstentümer und Länder, ist das mit Reisen nach heutigem Verständnis nicht vergleichbar.</div>
<div>Aus dem jungen Mann ist ein berühmter Komponist geworden, bekannt mit den Größen seiner Zeit, gewandt und gebildet, beliebt und gefragt. Seine Konzerte werden zu Triumphen. Er ist gerade einmal 24 Jahre alt. Aus dem Gesellen ist ein Meister geworden.</div>
<div><img class="alignnone size-medium wp-image-978" title="DBP_1959_319_Felix_Mendelssohn_Bartholdy" src="http://fortepiano.files.wordpress.com/2009/08/dbp_1959_319_felix_mendelssohn_bartholdy.jpg?w=300&#038;h=257" alt="DBP_1959_319_Felix_Mendelssohn_Bartholdy" width="300" height="257" /></div>
<div><strong>Briefmarke von 1959</strong></div>
</div>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fortepiano.wordpress.com/970/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fortepiano.wordpress.com/970/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fortepiano.wordpress.com/970/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fortepiano.wordpress.com/970/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fortepiano.wordpress.com/970/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fortepiano.wordpress.com/970/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fortepiano.wordpress.com/970/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fortepiano.wordpress.com/970/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fortepiano.wordpress.com/970/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fortepiano.wordpress.com/970/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fortepiano.wordpress.com&blog=2430852&post=970&subd=fortepiano&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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